Martha Würz zum Ehrenmitglied ernannt

Der Förderverein Hospiz Esslingen unterstützt das Hospiz seit Jahren in vielfältiger Weise. Eine, die viel im Stillen gewirkt hat, ist Martha Würz, die Witwe des verstorbenen Vorsitzenden Dr. Hartmann Würz. Ihr hat der Verein, der inzwischen fast 700 Mitglieder hat, jetzt die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

© U. Rapp-Hirrlinger

Spendenübergabe mit B. Weißenborn, S. Bessey und den Vorstandsmitgliedern Helga Schlöffel, Joachim Exner, A. Grammenos, M. Hertle sowie M. Würz (v.l.)

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M. Hertle, H. Schlöffel, J. Exner, A. Grammenos, M. Würz (v.l.)

Im Rahmen des diesjährigen Sommerfestes des Hospiz Esslingen übergaben die Vorstandsvorsitzende Marianne Hertle und ihre Vorstandskolleginnen und -kollegen zudem 67 500 Euro an Dekan Bernd Weißenborn und Siegfried Bessey, Vorsitzender der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde, die Trägerin des Hospiz ist.

Schon seit Jahrzehnten ist Martha Würz dem Hospiz eng verbunden – zunächst als ehrenamtliche Mitarbeiterin im ambulanten Hospizdienst, später unterstützte sie vor allem ihren Mann bei seiner Arbeit. „Sie hat im Stillen viel bewirkt und viele Aktivitäten angeschoben“, sagt Annemarie Grammenos, die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins. Martha Würz ist damit nach Ursula Roller, die Gründungsmitglied des Fördervereins und auch der Hospizarbeit in Esslingen ist, das zweite Ehrenmitglied des Vereins.

Martha Würz, gebürtige Amerikanerin und ausgebildete Krankenschwester, beschrieb, wie sehr sie und ihren Mann, der Mediziner war, Elisabeth Kübler-Ross‘ Interviews mit Sterbenden bewegt haben – zu einer Zeit, als die Hospizbewegung in Deutschland noch ganz am Anfang stand. Aber auch Ursula Roller habe dazu beigetragen, dass sie sich in der ambulanten Hospizarbeit engagierte. Der Traum von einem Hospizhaus sei zwar sehr stark, aber immer auch mit der Furcht verbunden gewesen, ob die Ehrenamtlichen dann dort noch Platz hätten, erzählte sie beim Sommerfest. Eine unbegründete Angst, wie sie heute sagt. „Es ist schön zu sehen, wie sich das Hospiz entwickelt hat.“ Auch heute noch engagiert sich Martha Würz für das Hospiz indem sie für die Idee wirbt, aber auch ganz konkret: Vor zwei Jahren finanzierte sie einen Strandkorb, der die Hospizgäste zum Verweilen einlädt, und im Frühling lässt sie die Wiese vor dem Haus stets mit Frühlingsblumen bepflanzen.

Der Förderverein hat seine finanzielle Unterstützung des Hospizes erneut aufgestockt. Marianne Hertle übergab in diesem Jahr einen Scheck über 67 500 Euro. 40 000 Euro sollen helfen, das Defizit für den laufenden Betrieb zu decken, das jährlich zwischen 150 000 und 200 000 Euro beträgt. Dem ambulanten Bereich fließen 20 000 Euro zu und für den Trauerbereich gibt der Förderverein 7500 Euro. Das sind 2 500 Euro mehr als im vergangenen Jahr. „Damit wollen wir das Defizit von 2018 decken“, erklärte Hertle. Das Hospiz baut die Angebote für Trauernde kontinuierlich aus, was auch höhere Kosten mit sich bringt. „Der Trauerbereich ist uns sehr wichtig. Deshalb engagieren wir uns dort sehr gerne“, sagte Hertle.

Auch eine andere Tür hat der Förderverein für das Hospiz geöffnet: Seit fünf Jahren sorgt die Fleischerinnung Stuttgart-Neckar-Fils dafür, dass beim Sommerfest leckere Dinge auf dem Grill landen. In jedem Jahr sind Mitarbeiter von Mitgliedsbetrieben der Innung vor Ort, um die Gäste zu verwöhnen. Material- aber auch Personalkosten für in diesem Jahr rund 85 Personen trägt die Innung – und damit in jedem Jahr einen vierstelligen Betrag. „Die Metzger als altes Handwerk haben schon immer gesellschaftliche Verantwortung übernommen und tun das weiterhin gerne“, sagt Ulrich Klostermann, Hauptgeschäftsführer des Landesinnungsverbands für das Fleischerhandwerk in Baden-Württemberg. Das Hospiz sei eine wichtige Einrichtung in der Mitte des Innungsgebietes, die man gerne unterstützte, betonte Klostermann.