Handgestrickte Socken helfen der Hospizarbeit

Alle Jahre wieder bedenkt die Historische Bürgergarde Esslingen gemeinnützige Organisationen und Einrichtungen mit Spenden. Seit Jahren ist auch der Förderverein Hospiz Esslingen darunter. Einen Spendenscheck in Höhe von 3000 Euro übergab jetzt Martin Schön, Kassier der Bürgergarde und Organisator der Spendenaktion, an den Förderverein Hospiz Esslingen.

© U. Rapp-Hirrlinger

G. Silberzahn-Jandt (Hospiz), M. Hertle und J. Exner (Förderverein), M. Krause, T. Schön, I. Ziehfreund und M. Schön (Bürgergarde). (v.l.)

Marianne Hertle, die Vorsitzende des Fördervereins, bedankte sich für diese Unterstützung. „Das ist nicht einfach nur Geld, sondern eine tolle Zuwendung für unser Engagement“, sagte sie.

Jahr für Jahr greifen fleißige Handarbeiterinnen zu Strick- oder Häkelnadeln, um Socken, aber auch Mützen, Schals, Handschuhe, Stulpen oder gestickte Weihnachtskarten zu fabrizieren, die dann zusammen mit Glühwein und anderen Basteleien auf dem Esslinger Weihnachtsmarkt für den guten Zweck verkauft werden.

Wie viel Mühe es kostet, ein Paar Socken zu stricken, weiß Marianne Hertle aus eigener Erfahrung. Wie schon im letzten Jahr überreichte sie der Bürgergarde ihrerseits ein Paar selbstgestrickte Socken „als kleinen Beitrag und Dankeschön für diese großartige Aktion“.

Ein Kreis von rund 20 Frauen, viele schon in höherem Alter, lässt das ganze Jahr über die Nadeln klappern. Die „Rekordhalterin“ hat es im letzten Jahr auf über 60 Paar gebracht. Allein 425 Paar Strümpfe in allen Größen und Farbgestaltungen sind so produziert worden. „Je nach Größe braucht man bis zu 25 Stunden für ein Paar“, weiß Irmgard Ziehfreund. Dass die molligen und strapazierfähigen Fußwärmer dann für einen Spottpreis von 15 bis 20 Euro verkauft werden, geht nur, weil die Frauen ehrenamtlich stricken. Dass dieser Preis dem einen oder anderen Kunden zu viel ist, kann Marianne Hertle kaum glauben. Denn verstrickt wird hochwertige Wolle. Die Bürgergarde stellt den Handarbeiterinnen das Material, doch einige spenden nicht nur ihre Arbeitskraft und Zeit, sondern auch die Wolle, erzählt Trautel Schön. „Weitere Strickerinnen sind im Kreis herzlich willkommen“, betont sie. Interessierte wenden sich an Martin und Trautel Schön, Tel. 0711 37 34 94 oder trautel-martin-schoendontospamme@gowaway.t-online.de.

12 000 Euro hat die Bürgergarde in diesem Jahr insgesamt an Spenden weitergegeben. Da schmerze es umso mehr, dass für den Stand auf dem Weihnachtsmarkt inzwischen eine Gebühr von 1200 Euro anfällt, die den Erlös schmälert, sagte Martin Schön. „Könnte man die Standgebühr örtlichen Vereinen, zumal wenn sie sich für einen guten Zweck einsetzen, nicht erlassen“, fragt Joachim Exner, Vorstandsmitglied des Fördervereins.